predigtLukas zum schreibt zum Pfingstfest:  Apg. 2, 1-18

Welch ein Ereignis – und das für alle Beteiligten! Ich stelle mir mal so vor: genau das passiert in jeder Gottesdienstfeier. Eine religiöse Veranstaltung aus Tradition gibt den Rahmen ab, wie in der Pfingstgeschichte das Opfer der ersten Früchte, und wird durch das Wehen des Geistes und dem „ergriffen werden“ zum Ereignis.

predigtJer. 31,31-34

Ich will kurz die alttestamentliche Lesung vom letzten Sonntag erinnern: Die versklavten Hebräer in Ägypten sind frei gekommen und wurden am Schilfmeer wunderbar errettet. Beschwerliche Wüstenwanderung und erfahrene Fürsorge Gottes folgt bis zum „Berg Gottes“. Mose, ihr Anführer, ist auf dem Berg im Gespräch mit Gott und unten am Berg kreiert man in-zwischen eine goldene Götterfigur in Stiergestalt und verehrt sie. Der Gott der Befreiung scheint schnell vergessen – er selbst fällt der Langeweile und der Freiheit zum Opfer.

predigtAm Weinstock bleiben

Der Weinstock mit seinen Beeren und gekeltert als Wein ist in der biblischen Überlieferung ein Bild für erfülltes, glückliches, erstrebenswertes Leben. So brachten einst die Kundschafter um Josua, die Mose aus der Wüste ins Land Kanaan geschickt hatte, eine riesige Weintraube mit als Zeichen der Fruchtbarkeit des Landes. (4.Mose 13)

predigtVom guten Hirten – Gottesdienstfeier – und warum wir gerade nicht feiern.

„Hurra“, es dürfen wieder Gottesdienste gefeiert werden. Zwar bleiben Gottesdienstfeiern bedrohliche „Virenschleudern“, aber es ist doch weit mehr als das Recht auf freie Religionsausübung, dass Gottesdienste erlaubt sind. Es tut der Seele gut. Und solches Wohlbefinden hilft doch wesentlich in der gesamten Krisenbewältigung.

predigtEin weiterer Sonntag ohne dass wir in der Kirche Gottesdienst miteinander feiern. Die Vergewisserung und Stärkung unseres Glaubens muss sich auf das persönliche Beten und Bibellesen beschränken bzw. den persönlichen Austausch über Telefon und Internet.

Das Osterfest war nicht überschäumende Lebensfreude, sondern zurückgezogen in der eigenen Wohnung und mit „Kontakte meiden“. Ich denke an die Jünger Jesu am 1.Tag der neuen Woche unter dem Schock der Kreuzigung Jesu und in der Angst, vielleicht dasselbe Schicksal erleiden zu müssen als „Jesus-Anhänger“.

predigtDie Evangelienlesung dieses Sonntags aus Johannes 12, 12-19 erzählt, wie Jesus kurz vor dem Passafest nach Jerusalem kommt und von vielen Leuten jubelnd empfangen wird. Man hatte von seinen Predigten und „Wundertaten“ gehört. Palmzweige schwenkend feiern sie IHN und bereiten einen grünen Teppich. Und Jesus? Seine Demut und Gewaltlosigkeit demonstrierend reitet er auf einem Esel.

predigtDas Leben wählen & mitmenschlich leben,

darum sollte es gehen im Gottesdienst zum Abschluss unserer ökumenischen Bibelwoche. Letztere konnte nicht sein wegen der Ausgangs- und Versammlungseinschränkungen als Maßnahme gegen die Coronavirus-Pandemie. Zahlen und Bilder dazu erschrecken und mahnen zu Zurückhaltung aus Nächstenliebe. Begegnet uns hier schon eine praktische Umsetzung der biblischen Erinnerung: Das Leben wählen & mitmenschlich leben?